Bei uns rollen auch die Räder

      Ith-Hils-Dogtrekking 

Franziska & Rosa und ich mit Jukka(4.8.17)

Da sind wir :-)


Ith-Hils-Weg Dogtrekking vom 04.08.17 -05.08.17 mit Franziska & Rosa

Franziska und Rosa sind auch bei Facebook zu finden unter "Rosa-Raus aus dem Tierheim, rein ins Leben" oder besucht sie auf ihrem Blog unter www.lapibarosa.de :-)


Unser Abenteuer als Bericht :-)

Jukka und ich

Freitag ca 14 Uhr haben Jukka & ich, Franziska & Rosa abgeholt und sind nach Coppenbrügge gefahren. Bei dem Krankenhaus Lindenbrunn haben wir unser Auto geparkt, Rucksack auf den Rücken und Hunde raus, dann ging es mit unseren Start-Smoothie los. Ausgestattet mit der Wanderkarte vom Ith-Hils-Weg, den die Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V. mir per Post zu geschickt hat und der Handyapp Outdooractive, auf der ich die Tour aufgezeichnet habe. Im Wald angekommen, war kurz die Überlegung wo der Weg jetzt anfängt, rechts abgebogen und ein paar Meter weiter war das erste Schild am Baum zu sehen. Juhu dann auf auf :-) So ziemlich am Anfang natürlich auch der erste Anstieg, wo ich dachte, ok das kann was werden, denn Anstiege und Abstiege hatten wir ja öfter. Die Sonne schien wunderbar und schwitzend oben angekommen, wurde man mit herrlichem Wind belohnt. Adam und Eva war die erste Felsformation, die wir zu Gesicht bekommen haben, gefolgt von vielen anderen. Ein schöner schmaler Pfad, mit kleinen Sprung- oder Klettereinlagen, führte uns oben auf dem Ithkamm entlang. Teilweise liegen kleine Baumstämme auf dem Weg oder man hat ein paar Felsen herum liegen. Ein klasse Ausblick hat man vom Ith-Turm, der ca 14m hoch ist. Weiter ging es. Nach einer Straßenüberquerrung und ein weiteren Hoch und Runter machten wir unser ersten Päuschen, für die Hunde gab es Wasser und für uns Nüsse oder getrocknete Früchte. Trinken kann ich unterwegs, dank meiner Trinkblase in der 2 l drin sind. Das gehörte zu meiner Anschaffung nach meiner ersten größeren Tour, sowie zu der Zeit eine Powerbank( mit ihr kann man das Handy öfter laden). Abends kamen wir im Örtchen Holzen-Ith an und freuten uns durch die Karte auf eine Gaststätte. Leider war es dafür schon zu Spät ,denn der Imbiss hatte zu und das Hotel schien geschlossen zu sein. Also ging es Richtung Flugplatz, von dort kamen mehrere Autos den Weg runter und wir machten uns schon gedanken, ob nicht dort oben was geöffnet hat. Dann kam das Schild ''Klippen Klause'' und mit voller Freude ging es weiter und tatsächlich eine nette Runde aus dem Verein saß noch draußen auf der Terrasse. So gab es eine kühle Coca Cola für uns und Jukka & Rosa konnten sich ausruhen. Inzwischen wurde es auch schon dunkel. Nachdem Jukka leider unter ein Tablett gesprungen war und das große Scherben sammeln stattgefunden hat, ging Franziska noch unsere Wasservorräte auffüllen und dann gings für uns weiter. Stirnlampe auf und los geht’s über den Flugplatz in den Wald hinein. Nachdem wir erst den Weg aus dem Blick verloren haben, bekamen wir so noch schöne Felsformationen zu Gesicht. Wieder auf dem richtigen Weg angekommen, ging es auf einem normalen Waldweg weiter. Nachdem wir beim Roten Fuchs über den Parkplatz gegangen sind, ging es noch ein Stück durch den Wald bis wir an dem Wilhelm-Raabe-Turm eine schicke Schutzhütte vorgefunden haben. Kurz überlegt und entschieden, das wird unser Nachtlager. Sogar nutzbare Balken damit Franziska ihre Hängematte aufhängen konnte waren da. Ich hatte mir eine Isomatte und einen Schlafsack mitgenommen und für Jukka eine Outdoordecke von Fressnapf. Er legte sich erst auf die kalten Platten und später dann doch auf die Decke. Schlafplätze aufgebaut, kleiner Snack für uns und Abendessen für die Hunde. Nach kleinen Einschlafschwierigkeiten ging es dann doch, naja paar Mal war ich noch wach. Morgens so gegen 5 Uhr sind wir wieder aufgestanden und um kurz nach 6 Uhr standen wir auf dem Wilhelm-Rabe-Turm in 15m Höhe, als die Sonne aufging. Da mir da oben mulmig wurde, machte ich nur ein Bild und ging wieder runter zu den Hunden. Der nächste Teil des Weges führte uns wieder schön durch den Wald, wo es erstmal Bergab ging. Irgendwann trafen wir eine Spaziergängerin, die uns von dem Bäcker im nächsten Ort erzählte, nachdem wir sie fragten und den Hunden ein Rehbraten vor der Nase entlang gelaufen war. Motiviert einen Kaffee trinken zu können und was leckeres zu Essen ging es weiter. Ein bisschen Wald-und Wiesenweg weiter erreichten wir Grünenplan. Beim Bäcker angekommen, Hunde draußen fest gemacht und rein gegangen. Leckeren Latte Macchiato und Campingbrötchen für mich und Latte Macchiato mit belegten Brötchen für Franziska, yammi. Frisch gestärkt ging es dann weiter und leider auch im Regen. Naja erst war es noch nicht so schlimm, aber irgendwann mussten wir doch unsere Regenjacken anziehen und den Schutz um die Rucksäcke machen. Am Plattenberg war die nächste Schutzhütte, die wir für ein weiteres Päuschen nutzten und um uns umzuziehen. Da unsere Füße und Schuhe natürlich mittlerweile auch klitsch-nass waren, machten wir uns Plastiktüten um die trockenen Socken und ab in die Nassen Schuhe. Für die erste Zeit war das echt angenehm, da die Füße nicht gleich so kalt wurden. Weiter ging es durch Delligsen, an Gerzen vorbei und bei der nächsten Schutzhütte, machten wir uns ein Feuer um wenigstens die Socken zu trocknen. Dort war eine Feuerstelle und ein Abzug für den Qualm. Bevor es dort wieder los ging, löschten wir es mit Wasser und etwas angetrocknet stapften wir weiter. Bei dem Reuberg kamen wir auch bei der Lippoldshöhle vorbei, sah echt interessant aus. Das nächste Waldstück war der Duinger Berg, mittlerweile meinte es das Wetter auch gut mit uns. Irgendwann waren die Hosen auch wieder getrocknet. Das war so schön. Marienhagen passierten wir als nächstes und somit waren wir beim Thüster Berg angekommen, nach einer gewissen Zeit ziehte es sich leider wieder zu und plötzlich schüttete es wie aus Eimern. Der Abend war auch mittlerweile angebrochen und wir zählten schon die Zeit bis es dunkel wird. Durch den sehr starken Regen zog sich alles irgendwie nur noch in die Länge und die Motivation ging mehr und mehr weg. Es war einfach nur kalt und am Körper merkte man auch mehrere Stellen die sich meldeten. Am Lönsturm war die Laune auch nicht mehr so gut, so das keiner von uns Lust hatte hoch zu gehen. Von dort aus ging es bergab nach Salzhemmendorf. Das Stück hatte es sich auch in sich, Felsen, Steine auf und um den Weg und der rutschige Boden erschwärten das runter gehen, dazu kam noch mein immer noch motivierter Jukka, der immer noch kräftig sein Frauchen ziehen wollte. Naja ich hätte mich an dem Punkt glaube gefreut, wenn es anders herum gewesen wäre. Salzhemmendorf war in Sicht, dort wollten wir geplant irgendwo einkeren bevor es weiter gehen sollte. Allerdings war ich am Überlegen, es wurde dunkel, wir waren komplett durchnässt, es war mega kalt und es wären noch 10km bis zum Auto gewesen und die hätten sich noch sehr in die Länge gezogen. Also fragte ich Franziska und sie stimmte mir zu. Hiermit war für uns Schluss nach 79km laut Handy App und laut meiner Garmin Uhr waren wir sogar insgesamt bei 88km. Was davon richtig ist, auch egal. Wir haben fast den kompletten Ith-Hils-Weg in 23 Stunden laut App geschafft. Mega kaputt und stolz, besonders auf unsere Fellnasen. Jukka mein Husky aus der Nothilfe, ob er mal an so ein Abenteuer gedacht hat, als er da war? Egal, ich denke er und auch die anderen sind froh über das, was sie erleben und kennenlernen dürfen :-) So, also beendeten wir unsere Tour in einem Italienischen Restaurant, ich bestellte mir ein leckeres Radler und Franziska lecker Kakao und zusammen Bruschetta. Dann wurden wir lieber Weise von Franziskas Seite abgeholt und Jukka & ich wurden zu unserem Auto gebracht. Dann hieß es nach Hause, ich in die Wanne und Jukka auf ein Hundekissen bequem gemacht und geschlafen.

Nächstes Abenteuer mit Übernachtung gerne, jedoch weniger Kilometer. Die Erfahrung reicht :-) Aber es war klasse, sowas gemacht zu haben.

 

Liebe Grüße Jessica und Jukka

 

 

P.S. Den Tag danach hat Jukka sehr viel geschlafen und nur zum Machen in Garten, abends tobte er schon wieder mit Jumi :-) Hat er sehr gut weggesteckt, obwohl sein Max. an Kilometer bisher nur 40 km am Stück waren :-)

Zughund Jukka